Übersicht über HypnoBirthing Techniken

Hier ist eine Übersicht konkreter Techniken, die im HypnoBirthing nach Marie F. Mongan verwendet werden, um das Unterbewusstsein positiv auf die Geburt vorzubereiten:

  • Ziel: Den Körper in einen Zustand tiefer Ruhe versetzen, in dem das Unterbewusstsein besonders empfänglich für positive Botschaften ist.

  • Wirkung: Senkt Stresshormone, löst Anspannung und öffnet den Zugang zum inneren Vertrauen.

  • Beispiel: Geführte Meditationen oder das „Body Scan“-Verfahren, bei dem systematisch alle Körperbereiche entspannt werden

  • Ziel: Den Atem als Werkzeug nutzen, um Ruhe und Kontrolle während der Geburt zu fördern.

  • Wirkung: Unterstützt die Sauerstoffversorgung, beruhigt das Nervensystem und lenkt die Aufmerksamkeit nach innen.

  • Typische Übungen:

    • Ruheatmung (langsam ein- und ausatmen, z. B. 4 Sekunden ein, 8 Sekunden aus)

    • Wellenatmung (für Geburtswellen/Wehen – rhythmisch, fließend)

    • Geburtsatmung (für die Austrittsphase – langsam und drucklos nach unten atmen)

  • Ziel: Neue, positive Glaubenssätze im Unterbewusstsein verankern.

  • Wirkung: Ersetzen alte, angstbesetzte Überzeugungen durch stärkende Gedanken.

  • Beispiele:

    • „Mein Körper weiß, wie er gebären soll.“

    • „Ich lasse los und öffne mich.“

    • „Ich bin ruhig, stark und bereit.“

  • Anwendung: Täglich hören oder lesen – besonders wirksam in Kombination mit Tiefenentspannung.

  • Ziel: Positive Bilder im inneren Erleben verankern, um den Geburtsprozess geistig vorzubereiten.

  • Wirkung: Das Unterbewusstsein „erlebt“ die Geburt im Voraus als ruhig, kraftvoll und sicher.

  • Beispiele:

    • Die Öffnung einer Blüte als Bild für die Öffnung des Muttermundes.

    • Eine ruhige Meereswelle, die wie eine Geburtswelle kommt und wieder geht.

    • Die Reise des Babys durch einen geschützten, weichen Geburtskanal.

  • Ziel: Tiefer Trancezustand, in dem Suggestionen und Visualisierungen besonders wirksam sind.

  • Wirkung: Stärkt Vertrauen, reduziert Ängste, fördert Loslassen.

  • Anwendung: Über Audioaufnahmen mit beruhigender Stimme und Hintergrundmusik oder live angeleitete Selbsthypnose.

  • Ziel: Das eigene Geburtserlebnis aktiv und bewusst gestalten.

  • Wirkung: Klärt Wünsche, stärkt Eigenverantwortung und schafft emotionale Sicherheit.

  • Methoden:

    • Geburtsplan schreiben (positiv formuliert)

    • Auseinandersetzung mit bisherigen Prägungen (z. B. durch Journaling)

    • Austausch mit dem Geburtsbegleiter über unterstützende Worte und Handlungen

 

  • Regelmäßigkeit ist entscheidend: Die Techniken sollten täglich oder zumindest mehrmals pro Woche praktiziert werden, idealerweise bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel.

  • Verankerung im Alltag: Übungen können in Morgenroutinen, Abendentspannung oder in ruhigen Momenten integriert werden – kurze Einheiten sind oft effektiver als seltene, lange.