Marie F. Mongan legt dar, dass die Entwicklung eines Kindes nicht erst mit der Geburt beginnt, sondern bereits während der Schwangerschaft entscheidend geprägt wird – körperlich, emotional und geistig. Sie beschreibt die Schwangerschaft als eine Phase intensiver Kommunikation zwischen Mutter und Kind, in der das ungeborene Baby sehr empfänglich ist für Stimmungen, Gedanken und äußere Einflüsse.
Mongan betont, dass das ungeborene Kind ein fühlendes Wesen ist, das auf die emotionale Verfassung der Mutter reagiert. Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass Babys bereits im Mutterleib auf Geräusche, Musik, Stimmen, Berührungen und auch auf emotionale Zustände wie Stress, Angst oder Freude reagieren. Eine entspannte, zugewandte Mutter wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus – körperlich wie seelisch.
Sie beschreibt die Schwangerschaft als eine Zeit, in der sich das mentale und emotionale Fundament des Kindes mitbildet. Wenn die Mutter Vertrauen, Liebe und Ruhe ausstrahlt, erlebt das Baby Geborgenheit und Sicherheit. Wenn sie hingegen starkem Stress, Angst oder Ablehnung ausgesetzt ist, kann das Kind schon im Mutterleib entsprechende Spannungen oder Unsicherheit aufnehmen.
Ein zentrales Anliegen Mongans ist es daher, Frauen zu ermutigen, während der Schwangerschaft nicht nur auf Ernährung und körperliche Gesundheit zu achten, sondern auch auf ihre mentale und emotionale Verfassung. Die Verbindung zum Kind kann bewusst gefördert werden – etwa durch Gespräche mit dem Baby, Visualisierungen, sanfte Musik oder bewusste Entspannungsmomente.
Sie plädiert für eine liebevolle, achtsame Haltung gegenüber dem Kind bereits vor der Geburt und beschreibt die Schwangerschaft als eine Art „Vorbereitungszeit auf das Leben“, die geprägt sein sollte von Nähe, Vertrauen und innerer Ruhe. Das Ziel ist, dass das Kind mit einem „emotionalen Gepäck“ auf die Welt kommt, das von Sicherheit und Liebe statt von Angst und Anspannung geprägt ist.
Einflüsse auf die pränatale Entwicklung (nach Mongan)
Einflussbereich | Positive Wirkung | Negative Wirkung |
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Emotionale Verfassung der Mutter | Ruhe, Gelassenheit, Freude → fördert Geborgenheit und emotionale Sicherheit beim Kind | Anhaltender Stress, Angst, Ablehnung → kann Unruhe, Anspannung oder Unsicherheit im Kind erzeugen |
Gedanken und innere Bilder | Positive Visualisierungen (z. B. liebevolle Geburt, gesundes Baby) stärken das Urvertrauen | Negative Gedanken oder Sorgen können sich emotional auf das Kind übertragen |
Sinnliche Reize | Sanfte Musik, liebevolle Stimme, ruhige Umgebung → beruhigende Wirkung auf das Baby | Lärm, Unruhe, negative Sprache → mögliche Stressreaktionen im Kind |
Körperliche Nähe und Berührung | Bauch streicheln, Verbindung spüren → fördert Bindung und Kommunikation | Körperliche Vernachlässigung oder Distanz → erschwerte emotionale Bindung |
Mentale Verbindung | Gespräche mit dem Baby, achtsames Innehalten → stärkt das Gefühl von „Ich bin willkommen“ | Ignorieren oder Abspalten des Babygefühls → emotionale Distanz oder Unsicherheit beim Kind |
Alltagsimpulse zur Stärkung der Verbindung zwischen Mutter und Baby
Tägliche Praxis | Ziel / Wirkung |
---|---|
Bauch streicheln mit Achtsamkeit | Fördert Körperbewusstsein und Kontakt zum Baby |
Tägliche kurze Meditation oder Entspannung | Beruhigt das Nervensystem und wirkt positiv auf das Ungeborene |
Dem Baby regelmäßig liebevoll etwas sagen | Stärkt emotionale Bindung, das Kind lernt Stimme kennen |
Positive Affirmationen laut oder leise wiederholen | Prägt das Unterbewusstsein der Mutter – wirkt auf das Kind |
Sanfte Musik hören oder summen | Babys reagieren auf Melodien – sie beruhigen und fördern Nähe |
Sich bewusst auf die Bewegung des Babys einlassen | Fördert den Dialog: Wahrnehmen, reagieren, mitfühlen |
Visualisierung eines liebevollen Geburtsverlaufs | Bereitet innerlich auf Geburt vor, stärkt Vertrauen |