Themen der Geburtsgeschichte

Phasen der Geschichte der Geburt

  • In früheren Gesellschaften war Geburt ein normaler, respektierter Teil des Lebens.

  • Sie fand meist zu Hause statt, begleitet von erfahrenen Hebammen und anderen Frauen.

  • Frauen waren aktiv, selbstbestimmt und vertrauten auf ihre körpereigenen Fähigkeiten.

  • Ab dem 17./18. Jahrhundert begannen Männer, in die Geburtshilfe einzudringen – zunächst als Geburtshelfer, später als Ärzte.

  • Geburt wurde zunehmend „vermedizinischt“ und in die Obhut von Institutionen (Spitälern) überführt.

  • Traditionelles Hebammenwissen wurde abgewertet oder sogar verdrängt.

  • Frauen verloren ihre aktive Rolle bei der Geburt und wurden zu passiven „Patientinnen“ gemacht.

  • Entscheidungen trafen nun meist Ärzte; Frauen galten als „nicht kompetent“ genug, ihren eigenen Körper zu verstehen.

  • Die Geburt wurde von einem selbstbestimmten Erlebnis zu einem von außen kontrollierten Ereignis.

  • Routinemäßiger Einsatz von Schmerzmitteln, Zwangslagen (z. B. Rückenlage), Instrumentengeburt und Kaiserschnitt.

  • Der natürliche Rhythmus der Geburt wurde oft unterbrochen oder gestört.

  • Diese Eingriffe führten häufig zu einem Verlust des Körpervertrauens bei der Gebärenden.

  • Geburt wurde mit Schmerz, Gefahr und Kontrollverlust assoziiert.

  • Viele Frauen entwickelten über Generationen hinweg Angst vor der Geburt – ein kulturell geprägter Zustand, nicht biologisch notwendig.

  • Diese Angst trägt zum bereits erwähnten Angst-Anspannung-Schmerz-Syndrom bei.

  • Mongan fordert ein Umdenken: Frauen sollen sich wieder mit ihrer inneren Stärke, ihrer Intuition und ihrem natürlichen Wissen verbinden.

  • Geburt kann wieder zu einer positiven, selbstbestimmten Erfahrung werden – wenn wir kulturelle Prägungen hinterfragen und Vertrauen in die Natur des Körpers zurückgewinnen.

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