Hier ist eine Übersicht konkreter Techniken, die im HypnoBirthing nach Marie F. Mongan verwendet werden, um das Unterbewusstsein positiv auf die Geburt vorzubereiten:
Ziel: Den Körper in einen Zustand tiefer Ruhe versetzen, in dem das Unterbewusstsein besonders empfänglich für positive Botschaften ist.
Wirkung: Senkt Stresshormone, löst Anspannung und öffnet den Zugang zum inneren Vertrauen.
Beispiel: Geführte Meditationen oder das „Body Scan“-Verfahren, bei dem systematisch alle Körperbereiche entspannt werden
Ziel: Den Atem als Werkzeug nutzen, um Ruhe und Kontrolle während der Geburt zu fördern.
Wirkung: Unterstützt die Sauerstoffversorgung, beruhigt das Nervensystem und lenkt die Aufmerksamkeit nach innen.
Typische Übungen:
Ruheatmung (langsam ein- und ausatmen, z. B. 4 Sekunden ein, 8 Sekunden aus)
Wellenatmung (für Geburtswellen/Wehen – rhythmisch, fließend)
Geburtsatmung (für die Austrittsphase – langsam und drucklos nach unten atmen)
Ziel: Neue, positive Glaubenssätze im Unterbewusstsein verankern.
Wirkung: Ersetzen alte, angstbesetzte Überzeugungen durch stärkende Gedanken.
Beispiele:
„Mein Körper weiß, wie er gebären soll.“
„Ich lasse los und öffne mich.“
„Ich bin ruhig, stark und bereit.“
Anwendung: Täglich hören oder lesen – besonders wirksam in Kombination mit Tiefenentspannung.
Ziel: Positive Bilder im inneren Erleben verankern, um den Geburtsprozess geistig vorzubereiten.
Wirkung: Das Unterbewusstsein „erlebt“ die Geburt im Voraus als ruhig, kraftvoll und sicher.
Beispiele:
Die Öffnung einer Blüte als Bild für die Öffnung des Muttermundes.
Eine ruhige Meereswelle, die wie eine Geburtswelle kommt und wieder geht.
Die Reise des Babys durch einen geschützten, weichen Geburtskanal.
Ziel: Tiefer Trancezustand, in dem Suggestionen und Visualisierungen besonders wirksam sind.
Wirkung: Stärkt Vertrauen, reduziert Ängste, fördert Loslassen.
Anwendung: Über Audioaufnahmen mit beruhigender Stimme und Hintergrundmusik oder live angeleitete Selbsthypnose.
Ziel: Das eigene Geburtserlebnis aktiv und bewusst gestalten.
Wirkung: Klärt Wünsche, stärkt Eigenverantwortung und schafft emotionale Sicherheit.
Methoden:
Geburtsplan schreiben (positiv formuliert)
Auseinandersetzung mit bisherigen Prägungen (z. B. durch Journaling)
Austausch mit dem Geburtsbegleiter über unterstützende Worte und Handlungen
Regelmäßigkeit ist entscheidend: Die Techniken sollten täglich oder zumindest mehrmals pro Woche praktiziert werden, idealerweise bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel.
Verankerung im Alltag: Übungen können in Morgenroutinen, Abendentspannung oder in ruhigen Momenten integriert werden – kurze Einheiten sind oft effektiver als seltene, lange.